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Verschlüsselung ArtikelVerschlüsselung bezeichnet man den Vorgang, bei dem ein Klartext mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens (Algorithmus) in einen Geheimtext umgewandelt wird. Als Parameter des Verschlüsselungsverfahren werden ein oder mehrere Schlüssel benutzt. Das Forschungsgebiet, das sich mit der Verschlüsselung beschäftigt, wird als Kryptographie genannt.
Den umgekehrten Ablauf bezeichnet man Entschlüsselung. Die Algorithmen zur Ver- bzw. Entschlüsselung müssen nicht identisch sein. Ebensowenig müssen identische Schlüssel zu dem Einsatz kommen. Das Forschungsgebiet der Entschlüsselung heißt Kryptoanalyse und ist natürlich eng verwandt mit der Kryptographie.
Historisch gesehen lassen sich jedoch Kryptographen und Kryptoanalytiker in zwei gegenüberstehende Gruppen aufteilen, die sich durch die Anwendung ihrer Kenntnisse und Techniken jeweils zu übertreffen versuchen. Derzeit behalten - immerhin offiziell - die Kryptographen die Oberhand, d.h. die besten Verschlüsselungsverfahren lassen sich mit den bekannten Entschlüsselungsverfahren nicht in praktikablen Zeiträumen brechen. Ob wichtige Verschlüsselungstechniken, die meist auf mathematischen Problemen beruhen, nicht mittlerweile ohne Kenntnis der Öffentlichkeit (z.B. von Geheimdiensten) gebrochen worden sind, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.
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symmetrische Verschlüsselung
asymmetrische Verschlüsselung
Nach der Anzahl der benutzten Schlüssel unterscheidet man zwei Gruppen von Verschlüsselungsverfahren:
- Symmetrische Verschlüsselungsverfahren (auch Private Key-Verfahren genannt) benutzen einen einzigen Schlüssel zur Ver- und Entschlüsselung. Dieser Schlüssel muss zuvor zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden.
- Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren (auch Public Key-Verfahren genannt) benutzen mehrere, meist zwei verschiedene Schlüssel. In der verbreitetsten Variante dieses Verfahrens verschlüsselt der Sender die Nachricht mit dem sogenannten öffentlichen Schlüssel (Public Key) des Empfängers, den dieser allen Personen offenlegt (auch möglichen Angreifern). Der Empfänger ist jedoch als Einziger mittels seines Geheimschlüssels (Private Key) in der Lage, die Nachricht zu entschlüsseln. Öffentlicher und Geheimschlüssel werden auch als Schlüsselpaar genannt.
- Hybride Verschlüsselungsverfahren kombinieren symmetrische und asymmetrische Methoden. So kann z.B. ein symmetrischer Schlüssel mittels eines asymmetrischen Verfahrens übermittelt und in dem weiteren Verlauf für die Verschlüsselung benutzt werden.
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Verschlüsselungsoperationen | |
Man unterscheidet 2 grundlegende Verschlüsselungsoperationen, die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können, um Nachrichten zu verschlüsseln.
- Transposition: Bei einer Transposition werden die Zeichen untereinander vertauscht. Zu dem Beispiel wenn man ein Text rückwärts schreibt oder jeden 2. mit jedem 5. Buchstaben vertauscht.
- Substitution: Bei der Substitution werden Zeichen durch andere ersetzt. Zu dem Beispiel können alle Buchstaben durch Zahlen ersetzt werden.
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Wenn Verschlüsselungen bei derselben Klartext-Eingabe stets zu denselben Geheimtexten führen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, der Verschlüsselung durch analytische Verfahren auf die Spur kommen zu können. Man unterscheidet daher die folgenden Verschlüsselungsmodi:
- Electronic code book (ECB): Aus einem Klartextblock wird stets derselbe Geheimtext erzeugt.
- Cipher block chaining (CBC): In die Verschlüsselung fließt der jeweils vorher verschlüsselte Block ein.
Insgesamt führt dabei auch CBC bei identischer Klartext-Eingabe zu stets demselben Geheimtext. Beide Verfahren sind also letztlich deterministisch. Doch unterscheiden sich innerhalb eines Klartextes die Transformationen: Würde in dem Klartext zwei Mal derselbe Klartext-Block aufeinanderfolgen, so führen CBC-Verfahren in dem Gegensatz zu ECB-Verfahren zu unterschiedlichen Geheimtextblöcken.
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Klartexte können bei den meisten Verfahren nicht als Ganzes verschlüsselt werden, da die benutzten Algorithmen bezüglich der Menge der zu verschlüsselnden Daten limitiert sind. Je nach Art der Klartextverarbeitung unterscheidet man daher zwei unterschiedliche Verfahren:
- Bei der Blockverschlüsselung wird der Klartext vor der Verschlüsselung in Blöcke gleicher Größe aufgeteilt. Diese Blöcke werden dann einzeln verschlüsselt.
- Bei der Stromverschlüsselung wird der Klartext zeichen- oder bitweise verschlüsselt. Solche Algorithmen bezeichnet man auch als Online-Algorithmen.
Blockbasierte Verfahren liefern in der Regel bessere Ergebnisse. Allerdings müssen zu kleine Blocks dabei durch bedeutungslose Zeichen aufgefüllt werden, so dass sie eine höhere Übertragungskapazität in Anspruch nehmen.
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Übertragung der Nachricht | |
Eine verschlüsselte Nachricht muss in der Regel über mehrere Stationen übertragen werden. Heute handelt es sich dabei meist um einzelne Computersysteme, d.h. die verschlüsselte Nachricht wird über ein Computernetzwerk übertragen. Man unterscheidet dabei zwei grundlegend unterschiedliche Übertragungsweisen:
- Bei der Leitungsverschlüsselung wird die Nachricht ca. jeweils für den Nachbarcomputer verschlüsselt. Dieser entschlüsselt die Nachricht, verschlüsselt sie wiederum (mit einem möglicherweise anderen Verfahren) und schickt sie an seinen Nachbarn - und so weiter bis zu dem Absichtrechner. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass sich jeweils ca. Nachbarrechner auf ein Verschlüsselungsverfahren und benutzte Schlüssel einigen müssen. Darüber hinaus kann diese Übertragungsweise auf einer sehr niedrigen Protokollebene (etwa bereits in der Übertragungshardware) angesiedelt werden. Der Nachteil besteht darin, dass jeder einzelne Rechner auf dem Übertragungsweg vertrauenswürdig und sicher sein muss.
- Bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird die Nachricht vom Absender verschlüsselt und in dieser Form unverändert über mehrere Rechner hinweg zu dem Empfänger übertragen. Hier hat keiner der übertragenden Rechner Einsicht in den Klartext der Nachricht. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass sich der Absender mit jedem möglichen Empfänger auf ein Verschlüsselungsverfahren und zugehörige(n) Schlüssel einigen muss.
Buch-Tipp: Nachricht an alle Das Buch " Nachricht an alle" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
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Chiffrierung
Bei der Chiffrierung werden alle Zeichen einzeln anhand eines Verschlüsselungsverfahrens verschlüsselt. Beispiel hierfür ist die Cesar Verschlüsselung bei welcher ein Zeichen aus dem Alphabet als Schlüssel benutzt wird und anhand der Position des Buchstabens in dem Alphabet die Buchstaben des Klartextes zyklisch verschoben werden.Codierung
Beim Codieren werden alle Zeichen eines Zeichenvorrats einem anderen Zeichenvorrat zugeordnet.
Ein Beispiel hierfür ist die Codierung aller alphabetischen Zeichen in den ASCII Code.
Buch-Tipp: Update zum Photonenring. Nachricht vom Sirius Die Beschreibung für das Buch " Update zu dem Photonenring. Nachricht vom Sirius" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
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- Simon Singh: Geheime Botschaften
Buch-Tipp: Wo steckt Gott? Empfehlung für "Wo steckt Gott" Ich finde das Buch "Wo steckt Gott" wirklich sehr gut, und meiner Meinung nach ist es wirklich gut zu lesen und sehr lehrreich. Nach der Lektüre dieses Buches kommt man tatsächlich viel besser mit den ganzen schlechten Nachrichten, die in dem Fernsehen verbreitet werden, klar. Meiner Meinung nach ist es sehr empfehlenswert,... |
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- Das WikiProjekt Kryptologie hat eine ausgezeichnete Sammlung verschiedener Verschlüsselungsverfahren zusammengestellt.
- Zur Geschichte der Verschlüsselung liefert die Definition über Kryptographie eine gute Zusammenfassung.
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